Urlaub auf Menorca anno 2001

- Noch sind wir nicht zu Hause -

- Jetzt sind wir zu Hause -

Hier erfahrt ihr etwas über die Suche nach dem Urlaubsziel, die Anfahrt, unser Hotel, die Verpflegung, die Umgebung und das Wetter. Über das Ende des Urlaubs erfahrt ihr allerdings noch nichts!


Es ist Mittwochabend, und wir werden bis zum kommenden Sonntagabend hier unseren Urlaub genießen können. Ausgerüstet mit Notebooks, Digitalkamera, Internetzugang und reichlich Zeit juckt es mich, noch vor unserer Rückkehr einen Urlaubsbericht zu schreiben und ins Internet zu stellen.

ArbeitsplatzDas ist mein "Arbeitsplatz" beim Schreiben dieses Urlaubsberichtes


Die Suche

Nach mehreren Monaten vergeblicher Suche nach einer Urlaubsmöglichkeit im Hotel im warmen Süden mit Flug während der Herbstferien schien die Lage absolut hoffnungslos zu sein. Und dann auch noch mit 2 Kindern!

2 Wochen vor den Ferien, nach gut 20 Stunden im Internet und wunden Fingern, plötzlich: Da war noch was - auf Menorca. Den Namen der Insel kannten wir, und Ballermann 6 war weit genug entfernt. 4 Personen, 4 Sterne und die Bilder vom Hotel waren auch ganz ansprechend. Aber: Abflug ab Frankfurt, Sonntag, 19:45 und schlimmer: Rückkehr Montag 0:50! Das steht uns noch bevor.

Dann waren da noch die Spitzers. Auch zu viert, auch auf der Suche nach einer Urlaubsmöglichkeit wie wir. So kam es, dass wir am gleichen Tag gleich für 8 Personen gebucht haben.

Die Anfahrt

Ein vollbesetzter VW-Bus, 5 Fahrstunden geplant, 2 davon Reserve, Volltreffer: Dank 4 Staus waren wir auf die Minute pünktlich am Flughafen. Der Trip durch den Flughafen ist ein Kapitel für sich, der Flug war ok, der Transfer zum Hotel eher quälend: Eine Stunde im Bus, zu warm, Ankunft um Mitternacht. Na ja, die Rückfahrt wird schlimmer: 3 Stunden im Auto, vielleicht um 4:30 Uhr im Bett, um 7:00 wieder aufstehen: Die Schule fängt an!

Das Hotel

Also ich glaube, da hat meine Teuerste einen sehr guten Griff getan. Fast neu ist das Hotel Casas del Lago und alles noch sehr gut in Schuss. Untergebracht sind wir in einer Art Bungalows, mit Sicht über den großen Pool und den Yachthafen. Sehr schön.

Unsere Appartments
 Am Pool

Menorca ist weitgehend in englischer Hand, aber unser Hotel ist ausschließlich von unserem Reiseunternehmen reserviert, also nur deutsche Gäste. Wenn wir um den Yachthafen spazieren, hören wir aber vorwiegend englisch.

Auch beim Essen hat man die schöne Übersicht über den Hafen, wenn man nur rechtzeitig einen der Tische auf der Terasse besetzt. Aber in dieser Zeit, in der das Hotel offensichtlich nicht voll belegt ist, ist das ganz einfach.

Die Spitzers beim Abendessen, dahinter der Yachthafen
 Abendessen

Mit nur 5 deutschen Programmen ist das Fernsehprogramm (ZDF, RTL, SAT1, 3SAT und DSF) etwas dünn. Mindestens ARD sollte wirklich dabei sein.

Obwohl es keine besondere Kinderbetreuung gibt, sind viele Gäste mit Kindern hier.

Ein sehr schöner, großer Pool wird ausgiebig genutzt, hauptsächlich von den Kindern (hat halt keine Badewannentemperatur;-)

Es gibt es auch keine Rennen um die Liegen oder Sonnenschirme (wahrscheinlich Dank der Spätsaison).

 

Das Trinkwasser ist leicht salzig. Das ist wohl normal für so eine Insel. Das Personal ist sehr nett und hat reichlich Trinkgeld verdient. Die kleine Kochecke (sogar mit Ceran-Feld) brauchen wir nicht - siehe unten.

Die Verpflegung

Nach Manfreds schlechten Erfahrungen mit Halbpension in Hotels waren wir zunächst auch skeptisch und haben keine Verpflegung gebucht. Das haben wir aber sehr bald nachgeholt: Ein kurzer Test, und wir waren begeistert! Das sind wir im Prinzip noch immer, aber ob es wirklich richtig war? Ich denke, wir haben in unserem Leben noch nie so schnell zugenommen wie hier!

Ein Teil der Salate und Nachspeisen
 Salate  Nachspeisen

SalattellerZum Frühstück und Abendessen gibt es ein Buffet. Ich habe einmal nachgezählt: Fast 50 verschiedene "Sachen" (wie nennt man das?) gibt es zum Abendessen zur Auswahl, die 10 Dressings für die Salate sind dabei nicht eingerechnet. Hier kann sogar ich(!) mich nur an verschiedenen Salaten sattessen. Aber dann gibt's auch noch reichlich Suppe, Nudeln, Gemüse, Kartoffelderivate, Pommes, Fisch, Fleisch, Gebäck, Obst, Südfrüchte, Süßspeisen, Eis und - sogar Vanillesoße satt!!! (Wer mich kennt...)

Manfreds Rekord: 10 Töpfchen Eis an einem Abend!

Die Hauptspeisen
 Hauptspeisen 1  Hauptspeisen 2

Für Jessica genügt das allerdings doch nicht: Wenn die Nudeln nicht schmecken, ist für sie nix mehr dabei, dann braucht sie Kekse vom Kaufmann... Spitzers Mario ist auch nicht gerade der Schrecken des Buffets, aber alle anderen - na ja. Für Tobias, den Ananas-Liebhaber, wird es wohl der legendäre "Ananas-Urlaub" werden.

Die Umgebung

Wie gesagt, das Hotel liegt am Yachthafen. Um den herum sind praktisch ausschließlich "touristische Eirichtungen" gebaut worden. Im Klartext: Restaurants und Bars, schätzungsweise 30 an der Zahl. Freundlich und ruhig. Kein Autoverkehr. Der ganze Ort Cala 'n Bosch ist nur ein Touristendorf, aber ein recht angenehmes. Aus bis zu drei Richtungen hört man abends Livemusik dudeln, aber nicht sehr störend. (Hauptsache einer ist mit genügend Abstand der Lauteste.) Und weil die Schlafzimmer zur anderen Seite liegen, kann man sogar abends und nachts das Fenster offenlassen.

Cala En Bosch

Cala En Bosch, aus der Luft (Bild geklaut von einer Postkarte), Bild im Großformat (128 kB)
Unser Hotel liegt links vom Hafen

Wir sind keine großen Strandgänger (genaugenommen sind wir nicht einmal kleine), also sind die beiden relativ kleinen Strände, die es hier gibt, nicht sehr wichtig für uns, auch wenn einer von ihnen schräg über die Straße in einer Minute zu erreichen ist. Er ist auf den Bild oben zu sehen. Der zweite, etwas größere Strand, ist hinter der nächsten Landzunge weiter links.

Auf Menorca scheint jede Bucht, die ein paar Meter Sandstrand bietet, mit Hotels eingekreist zu werden. Hier gibt es aber nur zwei Hotels mit mehr als zwei oder drei Stockwerken, die Bebauung ist hier doch recht entspannt. Menorca ist von der UNO zu einem Biosphärenreservat erklärt worden, daher hält sich die übliche Bauwut sehr in Grenzen. Nicht einmal mehr eine Küstenstraße darf gebaut werden. So kommt es, dass es in Menorcas Ferienorten keinen Durchgangsverkehr gibt.

Ein Spaziergang beginnt vor unserem Hotel
 Spaziergang

In der Hochsaison dürften die Strände hier knüppelvoll sein, jetzt ist es - na sagen wir mal - voll. Teilweise wird das Baden durch große Mengen angeschwemmter, bambusartiger Blattreste erheblich behindert. Ansonsten ist das Wasser klar und karibikblau, gut zum Schnorcheln.

Apropos Saison: Ab Ende Oktober wird Menorca zugemacht. Der Tourismus wird praktisch eingestellt, der Ort hier versinkt im Winterschlaf. Im Mai geht's dann wieder los.

Das Wetter

Heute sitze ich das erste Mal mit einem Pullover auf der Terasse, aber ich bin ja auch ein Weichei. Wird es hier jetzt auch Winter oder ist es nur ein "Kälteeinbruch"? Bisher war es schön sommerlich warm, so richtig für Sonnenbadende und Sonnenbrandfreaks. Bis zu unserer Rückkehr wird meine Nase hoffentlich aufgehört haben, abzupellen. Gestern war ein ordentlicher Regentag, was kein Wunder ist, denn unsere Frauen und Töchter waren auf einer Inselrundfahrt. Murphy gilt weltweit! Windiger als sonst ist es heute auch. Wir erbauen uns immer am Wetterbericht aus Deutschland.

Das (vorläufige) Ende

Nun ist es mittlerweile Donnerstag morgen, und die Seite ist soweit fertig. Jetzt alles zum Upload klarmachen, und danach - ab in die Heia!

Papa penntDieses Foto ist ohne meine ausdrückliche Genehmigung entstanden, und den Bären hat mir mein Töchterlein untergeschoben!
Papa lügt! Er hat den Bären sooo lieb, dass er immer mit ihm knuddeln muss! Jessica.

Jetzt sind wir zu Hause

Es ist nichts wichtiges mehr passiert. Das Wetter ist durchschnittlich (gut) geblieben und abends wurde es schon kühler. Bei den ersten Geschäften war zu erkennen, dass in wenigen Wochen dicht gemacht wird. Es gab auch keine Vanille-Eis-Töpfchen zum Abendessen mehr, nur noch andere. Aufgefüllt werden die Vorräte erst wieder nächstes Jahr.

Die Rückfahrt: Das Flugzeug war 45 min früher(!) als geplant, dafür hat unsere Autofahrt dank langsamer Kofferausgabe, Pausen, Nebel und einer Reifenpanne dann doch fast bis 6.00 Uhr gedauert. Hätte auch schlimmer kommen können.


Mein Spieltrieb ist nun weitgehend befriedigt, weiter werde ich an diesem Bericht wohl nicht mehr basteln. Wenn's jemanden interessiert hat, würde ich es gerne erfahren. Vielleicht juckt es mich in Zukunft dann noch einmal, so einen Bericht zu schreiben.

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